Studierender: Helmut Ngawa
Betreuer: Alexander Sprenger
Kurzfassung
Zahlreiche Automobilhersteller arbeiten in Kooperation mit Forschungseinrichtungen zunehmend daran, den Traum von komplett selbstfahrenden Fahrzeugen zu ermöglichen. Auf dem Weg dahin sind noch viele Aspekte zu erforschen. Darunter werden spezielle Hardwarelösungen benötigt, um Funktionen des autonomen Fahrens zu entwickeln. Als kompetenter Anbieter von Hard- und Software-Lösungen für die Entwicklung und den Test elektronischer Steuergeräte möchte dSPACE dedizierte Prototyping-Systeme zur Entwicklung von autonomen Fahrfunktionen und der Datenerfassung anfertigen.
Ein hierfür von dSPACE entwickeltes System, die eSPU 2 (embedded Sensor Processor Unit 2), verfügt unter anderem über eine LTE-Schnittstelle. Wie bei jeder drahtlosen Technologie kann die fehlerfreie Datenübertragung über LTE nicht immer zugesichert werden. Beispielsweise kann die Datenübertragung durch andere eingebaute Funkmodule beeinträchtigt werden. Deshalb ist es empfehlenswert, jedes Gerät mit integrierter drahtloser Technologie entsprechend zu testen, auch wenn das isolierte, drahtlose Modul bereits vom Chiphersteller getestet wurde. Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Testkonzept für die LTE-Schnittstelle der eSPU 2 zu entwickeln und zu implementieren.
Das implementierte Testkonzept ist in zwei Teile aufgeteilt. Einerseits in den Produkttest während der Produktentwicklung, um die Modulintegration im System zu validieren, wobei die Sendeleistung, die belegte Kanalbandbreite sowie die Nachbarkanalleistung gemessen wurden. Und andererseits in den Produktionstest in der Produktion, um die Betriebsbereitschaft des LTE-Moduls zu verifizieren. Anhand der Testergebnisse lässt sich die Modulintegration im System zweifellos validieren, denn es konnte mithilfe der Tests kein unerwartetes Verhalten an den LTE-Modulen festgestellt werden. Der Produktions-test wurde ebenfalls erfolgreich im dSPACE-Tool PTFE (Produktion Test Frontend) integriert und steht in der dSPACE-Produktion zur Verfügung.
Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit der dSpace GmbH (www.dspace.com) durchgeführt.