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Studierende vor dem Optoelektronik-Gebäude P8, Foto: Universität Paderborn, Fotografin: Judith Kraft Show image information

Studierende vor dem Optoelektronik-Gebäude P8, Foto: Universität Paderborn, Fotografin: Judith Kraft

Master of Education ET+AT/IT

Der Masterstudiengang Lehramt an Berufskollegs mit der Großen beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik und der Kleinen beruflichen Fachrichtung Automatisierungs- oder Informationstechnik bietet die Chance, nach einem erfolgreich abgeschlossenen fachwissenschaftlichen Bachelorstudium im Bereich Elektrotechnik den Umstieg zum Lehramt Elektrotechnik zu vollziehen. Die Absolvent(inn)en haben als Lehrer/-innen im berufsbildenden Bereich sehr gute Berufsaussichten. Bei diesem Studiengang wird die Große berufliche Fachrichtung Elektrotechnik mit der Kleinen beruflichen Fachrichtung Automatisierungstechnik oder Informationstechnik kombiniert.

Durch diesen Studiengang werden inklusive vorangegangenem Bachelor-Studium insgesamt 140 Leistungspunkte für die Große und 60 Leistungspunkte für die Kleine berufliche Fachrichtung (LZV-Modell 2) erworben. Die beiden beruflichen Fachrichtungen werden also nicht wie beim klassischen Lehramtsstudium in gleichem Umfang (je 99 Leistungspunkte, LZV-Modell 1) studiert.
Das Ziel des viersemestrigen Master-Studiengangs ist es, die Vertiefung beruflicher Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung und Diagnose sowie Evaluation und Qualitätssicherung zu ermöglichen.
Im bildungswissenschaftlichen und berufspädagogischen Studium erwerben die Studierenden Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte mit Blick auf die besonderen Anforderungen berufsbildender Schulen. Für das Lehramt an Berufskollegs wird die intensive Reflexion von Bildung und Kompetenzentwicklung im Kontext von Technik, Wirtschaft und Arbeit fokussiert. Dabei erwerben die Studierenden vertiefende Kompetenzen für eine Tätigkeit im Kontext von berufsbildenden Schulen mit den dort auftretenden Anforderungen in den Bereichen Unterricht, Erziehung und Organisation.
Das fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studium vermittelt insbesondere Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf Fachwissen und deren Anwendung, die Auswahl und Beurteilung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Nutzung für pädagogische Handlungsfelder sowie die Förderung der Lernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Durch das Studium lernen die Studierenden fachliche Fragestellungen zu verstehen, selbst zu entwickeln und sich ihnen mit einer forschenden Grundhaltung zu nähern. Ebenfalls sollen sie in der Lage sein, die gesellschaftliche Bedeutung des Faches auch im Vergleich zu anderen Fächern zu reflektieren und insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen des technologischen Wandels verantwortlich zu handeln.
In einer Regelstudienzeit von vier Semestern werden Module im Umfang von 120 Leistungspunkten belegt. Im dritten Semester wird ein Praxissemester an einem Berufskolleg absolviert.

Diesen Studiengang kann man als Seiteneinsteiger/-in mit FH-Abschluss auch in einer dualen Variante studieren. Die gleichen Studienbestandteile werden dann innerhalb von 6 Semestern absolviert. In dieser Zeit unterrichten die Studierenden bereits 3 Tage pro Woche an Berufskollegs. An 2 Tagen pro Woche studieren diese an der Universität Paderborn, um den Master of Education zu erwerben. Im Anschluss daran folgt der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst nach OBAS. Die Studierenden müssen sich vor dem Studium an einem Berufskolleg bewerben, das eine ausgeschriebene Stelle auch für Seiteneinsteiger/-innen geöffnet hat. Weitere Informationen sind hier zu finden:
https://plaz.uni-paderborn.de/lehrerbildung/lehramtsstudium-und-pruefungen/lehramtsstudium-master-of-education/m-ed-bk-affin-berufsintegr-var-fh/

Studieninhalte

Dieser Master-Studiengang ermöglicht an der Universität Paderborn die Wahl zwischen Automatisierungstechnik und Informationstechnik als kleine berufliche Fachrichtung. Es werden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten in den verschiedenen Bereichen der Elektrotechnik vermittelt. Das Ziel ist es, die Studierenden für den späteren Berufsalltag in der Schule mit den nötigen Fähigkeiten auszustatten und damit auch den Berufseinstieg zu erleichtern.

Die folgende Tabelle zeigt die Studienbestandteile dieses Master-Studiengangs:

Master Lehramt ET + AT/IT

Die unten eingepflegte Tabelle stellt die Studieninhalte des Master-Studienganges mit der Großen beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik in Kombination mit einer kleinen beruflichen Fachrichtung (Automatisierungstechnik oder Informationstechnik) dar (PO 75-77/16).

In der Großen beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik ist für die Fachdidaktik das Vertiefungsmodul Technikdidaktik (9 Leistungspunkte) zu belegen.
Bei der Wahl der Kleinen beruflichen Fachrichtung Automatisierungstechnik ist neben einem fachdidaktischen Modul (3 Leistungspunkte) noch jeweils eine Wahlpflichtveranstaltung aus sechs fachwissenschaftlichen Modulen (je 6 Leistungspunkte) zu belegen. Schwerpunkte werden im Bereich Energie und Umwelt, Kognitive Systeme und Prozessdynamik gesetzt.
Bei der Wahl der Kleinen beruflichen Fachrichtung Informationstechnik ist neben einem fachdidaktischen Modul (3 Leistungspunkte) ebenfalls noch jeweils eine Wahlpflichtveranstaltung aus sechs fachwissenschaftlichen Modulen (je 6 Leistungspunkte) zu belegen. Schwerpunkte werden im Bereich Kommunikationstechnik, Mikroelektronik und Optoelektronik gesetzt.
Die Wahlpflichtkataloge sind den Prüfungsordnungen zu entnehmen.

Zugangsvoraussetzungen

Der Master-Studiengang Lehramt an Berufskollegs mit der großen beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik und der kleinen beruflichen Fachrichtung Automatisierungstechnik oder Informationstechnik ist zulassungsfrei, d.h. es gibt keinen Numerus Clausus (NC).

Für den Master-Studiengang Lehramt an Berufskollegs mit einer Großen und einer Kleinen beruflichen Fachrichtung müssen folgende Zugangsvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägig fachgebundene) oder durch Rechtsvorschrift als gleichwertig anerkanntes Zeugnis oder ein von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis oder berufliche Qualifizierung
  • Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik bzw. Maschinenbau oder einem verwandten Fach (B. Sc./B. Eng.).

Außerdem müssen als Zugangsvoraussetzung die unten in der Tabelle aufgelisteten Studienleistungen aus dem Bachelor-Studiengang nachgewiesen werden.

Die lehramtsspezifischen Studienleistungen können z.B. im Rahmen des Projektes Edu-Tech Net OWL an den kooperierenden Fachhochschulen erworben werden oder im Bachelorstudiengang Elektrotechnik an der Uni Paderborn.
Fehlen Studienanteile im Umfang von bis zu 30 Leistungspunkten, wird die Einschreibung mit der Auflage verbunden, diese Studienanteile bis zur Anmeldung der Masterarbeit nachzuholen und nachzuweisen (vorläufiger Zugang). Diese Leistungen sind zusätzlich zum Studienvolumen des Master-Studienganges zu erbringen. Fehlen Studienanteile im Umfang von mehr als 30 Leistungspunkten, kann keine Einschreibung in den Master of Education erfolgen. Über die Feststellung der Gleichwertigkeit entscheidet der Prüfungsausschuss.
Der Nachweis von Kenntnissen in einer Fremdsprache ist erforderlich (LABG 2016). Dies geschieht i.d.R. durch die Hochschulzugangsberechtigung.
Die Einschreibung zum Master-Studiengang ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich, wobei die Einschreibung zum Wintersemester empfohlen wird.

Praxisphasen

Zu den während des Lehramtsstudiums  zu absolvierenden Praxisphasen sind auf den Seiten des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) ausführliche Informationen zu finden: https://plaz.uni-paderborn.de/lehrerbildung/praxisphasen/praxisphasen-bama/. Die Angaben hier sollen zunächst einen groben Überblick geben. Neben den verpflichtenden Praxisphasen gibt es zusätzlich auch verschiedene optionale Praxisangebote.

Fachpraktische Tätigkeit

Das Ziel der fachpraktischen Ausbildung ist die Vermittlung praktischer Erfahrungen in den Berufsbereichen, in denen die zukünftigen Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf der Aneignung spezieller Arbeitstechniken, sondern im Kennenlernen von Arbeitsprozessen und des jeweiligen sozialen Umfeldes.

Der Nachweis der fachpraktischen Tätigkeit ist neben den erforderlichen Hochschulabschlüssen Voraussetzung für den Zugang zum Vorbereitungsdienst (§ 1 Absatz 1 Satz 4 und § 5 Absatz 5 LZV).
Der Zugang zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Berufskollegs setzt daher neben dem Abschluss „Master of Education“ die vorher genannte, zwölfmonatige fachpraktische Tätigkeit voraus.  Diese dient dem Ziel, die künftigen Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs mit den Lernorten und der Arbeitswelt der Schülerinnen und Schüler vertraut zu machen und auf den Unterricht des Berufskollegs vorzubereiten. Dieser Nachweis ist neben dem erforderlichen Hochschulabschluss Voraussetzung für den Zugang zum Vorbereitungsdienst.


Geeignete Bereiche oder Betriebe für die fachpraktische Tätigkeit sind:

  • Grundlegende manuelle und maschinelle Arbeitstechniken
  • Verbindungstechniken, Oberflächenbehandlung
  • Werkstoffprüfung
  • Fertigung von Bauelementen und Baugruppen
  • Projektierung
  • Arbeitsvorbereitung
  • Fertigung und Zusammenbau
  • Montage und Inbetriebnahme
  • Betrieb
  • Betriebsstruktur unter besonderer Berücksichtigung der Berufsausbildung
  • Energietechnik
  • Nachrichtentechnik
  • Technische Informatik

Weitere Informationen findest du beim Landesprüfungsamt NRW.

 

Praxissemester

Das Praxissemester wird im 3. Semester des Master-Studienganges studienbegleitend absolviert.  Es dauert 5 Monate und gliedert sich in einen  schulpraktischen Teil und einen  Schulforschungsteil.
Die Studierenden im Praxissemester erwerben und reflektieren ihre Praxiserfahrungen an drei Lernorten:

  • an einer Praktikumsschule ihres Lehramts in der Ausbildungsregion der Universität Paderborn,
  • an einem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und
  • an der Universität Paderborn.

Der schulpraktische Teil des Praxissemesters findet mit Unterstützung des ZfsL an Berufskollegs statt und dient der Sammlung praktischer Erfahrungen und der Vertiefung der im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.
Der Schulforschungsteil des Praxissemesters wird durch Lehrveranstaltungen der Universität begleitet, dient der wissenschaftlichen Reflexion der Schulpraxis und nimmt forschende Lernprozesse in den Blick.
Weitere Informationen unter:
http://plaz.uni-paderborn.de/lehrerbildung/praxisphasen/praxisphasen-bama/allgemeine-informationen-zum-praxissemester/

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